Wie kommt es, dass in einer der nördlichsten Weinregionen Deutschlands fast ausschließlich Rotwein wächst? Das kleine Ahrtal mit seinen rund 560 Hektar Rebfläche liegt rund 60 Kilometer südlich von Köln. Und trotzdem sind die Weinberge zu mehr als 80 Prozent mit roten Sorten bestockt! Möglich macht das ein spezielles Mikroklima: Die Reben wachsen auf sehr steilen Südhängen auf beinahe schwarzem, verwittertem Schiefer - diese Umgebung ist wie eine Naturheizung. In den 1980ern erkannten einige Weinmacher begeistert das Potenzial dieses Terroirs. Sie begannen auf trocken ausgebaute Rotweine aus Spätburgunder, der wichtigsten Traube, zu setzen und führten so ihr kleines Tal zu Weltruhm! Heute gehören die eleganten und dennoch kraftvollen Ahrweine unbestritten zur deutschen Rotweinspitze.